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Johanna von Budwig

Die Krebstheorie der Johanna von Budwig

Die mehrfach für den Nobelpreis nominierte Johanna Budwig löste mit ihrer Krebstheorie einige Diskussionen unter den Wissenschaftlern aus.

Dabei ging es gar nicht um die Ergebnisse ihrer Forschung, sondern vielmehr um ihre daraus abgeleitete Diät.

Aber das Hauptproblem bei Krebs besteht nach wie vor:

1. Die Ursachen für Krebs sind nicht geklärt. Es gibt nach wie vor mehr Fragen als Antworten. Die Theorie der Genmutation der Zellen ist alleine nicht haltbar.

2. Die Überlebensrate bei metastasierendem Krebs hat sich in den letzten 25 Jahren nicht wesentlich gebessert.

Bereits in den 1920er Jahren konnte der Freiburger Biochemiker und spätere Nobelpreisträger Otto Heinrich Warburg nachweisen, dass bei Krebszellen keine normale Zellatmung stattfindet.

Stattdessen liegt ein Stoffwechsel vor, der in gesunden Körperzellen nur bei Sauerstoffmangel, also unter anaeroben Bedingungen, auftritt. Vergeblich suchte Warburg nach einem Faktor, der, neben den schwefelhaltigen Proteinen, für die Sauerstoffaufnahme der Zellen nötig ist.

Diesen fand die Chemikerin Johanna Budwig etwa 30 Jahre später. Sie zeigte, dass mehrfach ungesättigte Fettsäuren nicht nur bei der Sauerstoffaufnahme und -verwertung, sondern auch bei der Blutbildung und dem Zellwachstum eine entscheidende Rolle spielen.

Die lebenswichtigen Fettsäuren Linolsäure und Linolensäure weisen, im Gegensatz zu den gesättigten und einfach ungesättigten Fettsäuren, mehrere Doppelbindungen zwischen je zwei Kohlenstoffatomen auf. Diese Eigenschaft erlaubt es ihnen, mit anderen Molekülen zu reagieren, Elektronen zu speichern und verschiedene Stoffwechsel-Prozesse zu aktivieren.

Da in Tumorzellen die Zellatmung gestört ist, erwartete die Chemikerin durch die ausreichende Aufnahme mehrfach ungesättigter Fettsäuren eine Veränderung der Krebszellen hin zu aerobem Stoffwechsel. 

Als Folge aus dieser Erkenntnis entwickelte sie eine spezielle Öl-Protein-Diät (auch: Öl-Eiweiß-Kost), bei der die Patienten bestimmte Eiweiße und Öle zu sich nehmen und auf Lebensmittel wie Fleisch, Fisch oder Zucker verzichten. Während die gesunden Proteine vor allem in Milchspeisen zu finden sind, empfahl Budwig Leinöl als Lieferant der essentiellen Fettsäuren.

Erklärte Budwig damals noch alle mehrfach ungesättigten Fettsäuren für krebshemmend, so weiß man heute, dass nicht nur die Doppelbindungen, sondern auch die Lage der Atome zueinander entscheidend ist.

Während sie in unbehandelten Nahrungsmitteln meist parallel in cis nebeneinander liegen, so befinden sie sich bei industriell hergestellten Produkten oft in trans, also auf den gegenüberliegenden Seiten der Kohlenstoffe, wodurch keine Aufnahme von Elektronen möglich ist.

Stattdessen blockieren Margarine, Butter und Nitrate die Zellatmung sogar. Ohne es damals wissenschaftlich erklären zu können, empfahl Budwig mit dem kaltgepresstem Leinöl ungesättigte cis-Fettsäuren und strich die schädlichen, in der Trans-Form vorliegenden Fettsäuren von dem Speiseplan der Krebspatienten.

Obwohl die Chemikerin selbst von enormen Heilungschancen ihrer Patienten sprach, gab es von Seiten der Wissenschaft nur wenige weitergehende Untersuchungen, um diese Theorie zu widerlegen oder zu festigen. Heute ist bekannt, dass die Ernährung bei Krebs sehr wohl eine Rolle spielt.

Die meisten Mediziner halten, trotz fehlender Forschung, die Heilung allein durch eine Umstellung der Nahrung für ausgeschlossen. Doch einige Wissenschaftler erkennen zumindest die unterstützende Wirkung der Eiweiß-Öl-Diät, zusätzlich zur Krebstherapie, an.

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